Kamtschatka

Geographische Lage
Die russische Halbinsel Kamtschatka liegt im Osten des asiatischen Kontinents zwischen Sachlin und der Beringstraße. Mit fast 400.000 km² ist Kamtschatka die flächenreichste Halbinsel im Großraum Ostasien. Sie ist fast 450 km breit und 1200 km lang und befindet sich geographisch gesehen auf dem Breitengrad zwischen 51°- 62° und dem Längengrad von 160°.Der höchste Punkt Kamtschatkas ist Kljutschewskaja Sopka (4750m).

Kamtschatka während des kalten Krieges
Die russische Halbinsel spielte ein halbes Jahrhundert lang in Zeiten des Kalten Krieges eine bedeutende Rolle, da von dem militärischen Sperrgebiet aus die Sowjets ihren großen Feind, die Vereinigten Staaten von Amerika, ausspionieren konnten. Selbst die eigene russische Bevölkerung brauchte eine Genehmigung, um in Kamtschatka zu leben oder dort einreisen zu dürfen.

Petropawlowsk-Kamtschatski und seine Einwohner

petropavlovsk-kamchatskyDie in der Awatscha-Bucht gelegene Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski zählt fast 400.000 Einwohner und ist zugleich der wichtigste Handelsplatz in der Region und mittlerweile steht fest, dass Kamtschatka ein ungemein hohes Erdölvorkommen besitzt.
Die Korjaken, Ewenen, Tschuktschen, Unangan und Itelmenen sind die Ureinwohner von Kamtschatka, wenngleich sie heutzutage nicht einmal mehr 3 % der Bevölkerung ausmachen. Die meisten Menschen, die auf der Halbinsel leben sind Russen.
Entdeckt wurde die Stadt, die einen der größten Naturhäfen der Welt besitzt, im Jahre 1698 von den Kosaken, die von den vielen Zobeln in der Region berichteten. Russland nahm daraufhin den Lebensraum für sich in Anspruch, indem die Ureinwohner gewaltsam umgebracht wurden.

Kamtschatka als Weltkulturerbe
Die UNESCO hat Mitte der 90er-Jahre diese vulkanreiche Region (28 von 160 Vulkanen sind noch aktiv, von denen meist sechs im Jahr zum Ausbruch kommen) mit ihrem riesigen Naturpark und den vielen Geysiren zu einem Weltnaturerbe deklariert. Im sogenannten Tal der Geysire gibt es 90 dieser Wasserfontänen, die bis zu 40 Meter in die Luft rauschen können. 2007 sind Teile dieses Weltkulturerbes allerdings durch Erdbeben verschüttet worden.

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Über den Autor

Frank

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