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		<title>Weihnachten</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 10:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnacht(en) – ein großes Fest erhellt die dunkle Jahreszeit.
Die letzten Blätter sind längst von den Bäumen geweht, die Tage werden immer kürzer und die Nächte länger, die Felder liegen brach und die Herbststürme bringen schon die ersten frostigen Tage mit. Vielleicht fallen auch schon hie und da die ersten Schneeflocken zumindest sollte man schon einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Weihnacht(en) – ein großes Fest erhellt die dunkle Jahreszeit.</strong><br />
Die letzten Blätter sind längst von den Bäumen geweht, die Tage werden immer kürzer und die Nächte länger, die Felder liegen brach und die Herbststürme bringen schon die ersten frostigen Tage mit. Vielleicht fallen auch schon hie und da die ersten Schneeflocken zumindest sollte man schon einmal an die Möglichkeit denken. Die Jahreszeit ist dunkel und kalt und meistens auch sehr nass und unwirtlich. Doch plötzlich passiert etwas, was die Menschen wieder in Bewegung setzt und die Tristigkeit des Novembers vergessen lässt. Lichter werden hinter den Fenstern angebracht, leuchtende Schneemänner und Lichterketten zieren die sonst eher braun-grauen Vorgärten, bunte Sterne hängen in den Fenstern und an den Wochenenden bevölkert sich die Innenstadt und die Kaufhäuser. In fast jeder Stadt entsteht eine Miniaturstadt mit kleinen Häuschen und Buden und es duftet nach Zimt und Glühwein und frischen Plätzchen. Die Adventszeit – die Vorweihnachtszeit – hat begonnen, an deren Ende das Weihnachtsfest steht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist „<a href="http://www.kabi-online.de/2009/09/29/weihnachten/"  class="kabi" title=""  rel="external">Weihnachten</a>&#8220;?</strong><br />
Alleine schon die Wortkomposition „Weih – Nachten“ hat etwas Mystisches und ist bis heute ihrer Herkunft nach nicht ganz geklärt: im Altdeutschen nach entstammt die Bezeichnung aus dem Begriff der „Weihe-Nacht“, dem Wintersonnenwendefest bei dem die Wiedergeburt der Sonne – die Sonnenwende – gefeiert wird. Luther sprach von &#8216;Wygenachten&#8217; (das Kindlein wiegen) und knüpfte damit an die biblische Geschichte des neuen Testamentes – Jesus Geburt in einem Stall zu Bethlehem- an. In romanisch-sprachigen Ländern ist die Bezeichnung eindeutiger mit Christus Geburt assoziiert. Dort heißt das bedeutende Fest am Ende des Jahres „Natale“ oder Navidad“.<br />
Weihnachten ist ein christliches Fest mit dem alljährlich die Geburt Jesu gefeiert wird. Neben Ostern gehört es damit zu den wichtigsten christlichen Festen überhaupt. In Deutschland beginnt das eigentliche Weihnachtsfest mit dem Heiligen Abend und der Christnacht, die von zwei weiteren Weihnachtsfeiertagen gefolgt werden. Es handelt sich um sogenannte feste Feiertage, die immer vom 24. bis zum 26. Dezember stattfinden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Vorweihnachtszeit</strong><br />
Die Vorweihnachtszeit wird auch als Adventszeit bezeichnet. Die Zeit ist festgelegt auf die vier Sonntage vor dem Heilig Abend. Mit dem ersten Advent beginnt auch das Kirchenjahr. Symbolisch wird diese Zeit begleitet durch den bei Kindern beliebten Adventskalender. Ab dem 1. Dezember wird hier jeden Tag ein Türchen geöffnet, bis dann am 24. Dezember das Haupttürchen zum Heilig Abend und damit zum eigentlichen Weihnachtsfest geöffnet werden darf. So überbrücken Alt und Jung die Wartezeit und erhöhen die Vorfreude auf das Fest. Ein weiteres Symbol ist der Adventskranz. Dieser aus Nadelholzzweigen (meist Tannen) gebundene Kranz wird mit vier Kerzen und allerhand Beiwerk (kleine Kugeln, bunte Bänder) geschmückt. An jedem Sonntag wird eine Kerze mehr angezündet. In vielen Haushalten werden nun auch Plätzchen gebacken. Dabei gibt es in manchen Regionen typische Spezialitäten wie zum Beispiel die Bethmännchen in Frankfurt. Neben vielen kleinen Weihnachtsmärkten öffnen nun auch große, weltbekannte Weihnachtsmärkte ihre Pforten und locken zahlreiche Besucher an. Einer der wohl bekanntesten Märkte ist der Nürnberger Christkindlmarkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Brauchtum rund um Weihnachten</strong><br />
Rund um Weihnachten hat sich ein vielseitiges Brauchtum entwickelt, das mit großer Liebe und zum Teil auch langer Tradition gepflegt wird:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Weihnachtskrippe</strong><br />
Die Weihnachtskrippe ist das Symbol, das wohl am ehesten an den christlichen Hintergrund des Festes erinnert. Sie symbolisiert Jesus Geburt in einem Stall von Bethlehem. Neben der eigentlichen Krippe, die häufig bis zur eigentlichen Weihnacht – dem Heilige Abend &#8211; leer bleibt, werden Maria und Josef sowie die Stalltiere Ochs und Esel aufgestellt. Auch die Hirten und die heiligen drei Könige können dem Ensemble hinzugefügt werden. Auf dem Stall throhnt der bekannte Stern von Bethlehem – ein heller Stern mit einem leuchtenden Schweif. Die Ausführungen reichen von handgeschnitzten Miniaturen, die in einer Walnussschale Platz haben, bis hin zu überlebensgroßen Plastiken. In den Kirchen ist es üblich, dass das Jesuskind der Krippe erst in der Christmette hinzugefügt wird, um Christi Geburt als Höhepunkt des Festes zu veranschaulichen. Auch Krippenspiele bei denen in der Regel Laiendarsteller das Geschehen rund um Bethlehem nachstellen sind üblich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Bescherung</strong><br />
Die Bescherung direkt am Heilig Abend oder am ersten Weihnachtsfeiertag war nicht immer üblich. Ursprünglich war der Nikolaustag der eigentliche Beschertag, was auf einen heidnischen Brauch zurückging. Auch die sogenannten Saturnalien der Römer bei denen römische Beamte und Sklaven beschenkt wurden fallen in die Weihnachtszeit und huldigten ursprünglich dem Gott Saturn. Luther wollte diesen nicht-christlichen Bezug abschaffen und die Freude an Christi Geburt in den Vordergrund stellen. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts hat sich dann auch endgültig die Weihnachtsbescherung durchgesetzt. Sie soll daran erinnern, welches große Geschenk Gott den Menschen durch seinen Sohn Jesus gemacht hat und sie erinnert zugleich an die reichen Gaben der heiligen drei Könige, die dem Weihnachtsstern folgten, um den neuen König der Juden zu huldigen.<br />
Heute sagt der Brauch, dass das Christkind die Geschenke bringt. So wird es auch den kleinen Kindern erzählt. Sie dürfen vorher auch Wunschzettel schreiben und sie auf die Fensterbank legen. Das Christkind holt dann die Zettel ab und versucht die Wünsche zu erfüllen. In manchen Regionen findet die Bescherung direkt am 24. Dezember statt. Die Kerzen am geschmückten Weihnachtsbaum werden angezündet und wenn ein Glöckchen läutet, dürfen alle den Raum betreten. Oft werden ein oder zwei traditionelle Weihnachtslieder gesungen und dann die Geschenke ausgepackt. In anderen Regionen kommt das Christkind über Nacht und wenn die Kinder am 25. Dezember aufwachen, dann liegen Geschenke für die Kinder bereit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Weihnachtsbaum</strong><br />
Auch die Tradition des Weihnachtsbaumes geht vermutlich auf einen heidnischen brauch zurück. Im Mittelalter glaubte man, dass das tannengrün vor Dämonen schützt. Bei diesem Volksglauben wurde der Baum jedoch ursprünglich verkehrt herum an die Decke gehängt. Erst im 18. jahrhundert als man mit Kerzen für eine erleuchtete Umgebung sorgte wurde der Baum umgedreht und allmählich auch geschmückt. Man deutete die Symbolik um. Das Immergrün der Tanne stand nun für die Ewigkeit Gottes und die Kerzen als Symbol dafür, dass Gott mit Jesus ein Licht in die Welt gesandt hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Christmette</strong><br />
Insbesondere in der katholischen Kirche hat die Christmette oder Christvesper bei vielen Familien eine besondere Bedeutung, selbst wenn sie sonst die Kirche nicht besuchen. Ursprünglich war die Christmette das gesungene Morgengebet von Heilig Abend in den Morgen des ersten Feiertages. Früher eröffnete eine Nachtwachenmesse die eigentliche Christmette. Heute gibt es je nach Kirche unterschiedliche Zeiten: vom späten Heiligen Abend angefangen oder zur weihnachtlichen Mitternacht, aber auch erst am ersten Feiertag wird die Messe gefeiert.</p>
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